Am 31. Juli ging es für mich ins Erzgebirge zum Stoneman Miriquidi Road. Diese Tour war schonmal für Mai geplant ist aber auch Corona zum Opfer gefallen. Die ursprüngliche Strecke führte durch Tschechien, aber dort wurden die Grenzen geschlossen. Also war alles abgesagt, aber Stoneman Miriquidi Road hat eine C-Edition herausgearbeitet und diese galt es nun zu bezwingen. Freitag angekommen und erstmal fein gegessen und am Samstag um 4:15h in der Früh ging es los. Extra früh, denn es sollte sehr heiß werden ️☀️ und das wurde es auch. Start und Ziel war für mich Marienberg, dazwischen über 300km und fast 6000HM…und los. Nach ca. 100k traf ich zwei einheimische Leidensgenossen. Jens und Martin sind dann eine Weile mit mir zusammen gefahren. Irgendwann haben sie bei nem bekannten was getrunken und ich bin wieder alleine weiter. Beim Anstieg Niederlauterstein bei km 180 habe ich nach den ersten 30 Metern schlapp gemacht 10-13%. In dem Schatten von einen Stromkasten habe ich dann Pause machen müssen und kurz über „Abbruch“ nachgedacht. Da kamen plötzlich Jens & Martin um die Ecke. Kurz Energie getankt und zu dritt weiter. Ungefähr bei km 200 hat uns die Frau von Jens mit Proviant versorgt und wir haben unter nem Baum im Schatten nochmal Rast gemacht. Jens hatte ein E-Rennrad und bekam nochmal nen frischen Akku und dann haben wir uns verabschiedet. Die beiden wollten noch ein wenig Pace machen. Plötzlich waren die beiden wieder hinter mir. Das war wohl zuviel Pace  und der Akku war leer. Die beiden haben sich entschlossen, den Rest mit mir zusammen zu fahren. Bei km 250 kam dann der fetteste Anstieg „der Fichtelberg“, dachte ich. Oben auf dem Berg nochmal was gegessen und getrunken… Foto gemacht und wieder runter. Jetzt konnte mich nichts mehr schocken. Bis der Bärenstein kam. Der war nochmal richtig ekelig zu fahren. Generell waren die Anstiege fast nie in Serpentinen sondern Stumpf hoch und geradeaus. Es wurde dunkel und unser letzter Checkpoint war die „3-Brüder-Höhe“. Jens und Martin hatten dort Ihr Auto stehen. Wir haben noch Nummern ausgetauscht, verabschiedeten uns und ich bin die letzten 4k bis nach Marienberg durch den Finsterwald geknistert. Es war geschafft und ich auch . Nach dem Stoneman Dolomiti nun der Miriquidi und wieder „Gold“…

Was mir das bedeutet, lässt sich schwer in Worte fassen.

Moinsen zusammen… Das nächste Vierteljahr ist rum und ich musste mal wieder zur Kontrolle. Alles nach wie vor bestens….

Aber mal was anderes… Wir ihr alle bereits wisst mache ich viel Sport. Ich habe mich bis jetzt kaum zu Corona geäußert. Klar ist das alles schlimm und jeder muss auf sich aufpassen. Wir MS’ler auch, aber eben auch jeder andere mit einem geschwächten Immunsystem.

Trotzdem muss es auch mal erlaubt sein, dass mich diese ganze Situation ankotzt. Klar gibt es andere Probleme, aber jeder Wettkampf in diesem Jahr ist ausgefallen. Ich habe wünsche und gesetzte Ziele die mir sehr sehr wichtig sind. Dadurch das alle Startplätze nun nach 2021 verschoben werden, sieht es recht mau aus das mein großes Ziel Ironman für mich so stattfindet wie ich es mir wünsche.

Ich möchte meine erste Langdistanz in Kalmar machen, denn die Radstrecke geht über den Kalmar Sund auf die Insel Öland. Auf dieser Insel habe ich seit ich Kind war fast jeden Sommer verbracht. Es ist wie ein zweites zu Hause für mich. Wenn überhaupt eine Langdistanz, dann da….

Moin zusammen…

zugegeben ich war ein wenig nachlässig mit meinem Blog. Viel Arbeit, viel Training und nicht den nötigen Bock…

Im April war ich zur Kontroll MRT und kurz und knapp gesagt, alles unauffällig. Ebenso war ich auch an dem Tag in der MS Ambulanz zur allgemeinen Kontrolle. Auch dort war alles chic. So kann es weitergehen.

Das viele Training zahlt sich in diesem Jahr leider nicht aus, denn Corona macht alles unmöglich. Ich habe für mich entschieden streng weiter zu trainieren, denn die nächste Saison kommt auf jedenfall. Außerdem brauche ich das auch als Ausgleich zur Arbeit. Das Ziel Ironman steht nach wie vor für nächstes Jahr an. Leider wird es wahrscheinlich nicht Schweden werden, denn alle angemeldeten Starter von diesem Jahr nehmen ihren Startplatz automatisch mit ins nächste. Mal sehen welcher Ironman es wird. Ich habe mir das jetzt aber auch fest in den Kopf gesetzt.

Jetzt geht es erstmal die nächsten Tage auf in ein neues Abenteuer. Nachdem ich letztes Wochenende das Holiday Inn in Hamburg an der Fassade nach unten gelaufen bin geht’s demnächst ins Erzgebirge mit dem Rennrad, um den Stoneman Miriquidi Road in „GOLD“ zu fahren. In Zahlen bedeutet das ca. 300km und 6000HM an einem Tag. Mal sehen, ob das so klappt wie ich mir das vorstelle. Ich werde berichten. Heute war ich übrigens wieder zur Kontrolle in der Klinik. Das erfolgt jetzt nur noch alle 3 Monate…

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